Projektgebiet

Unser Projektgebiet im Sudan liegt 300 km südlich der Hauptstadt Khartum und gehört zum Bundesland Sinnar. Dort sind es die Dörfer in der Nähe der Stadt Sinnar, die am Blauen Nil liegt. Die Mehrzahl der Bevölkerung arbeitet in der Landwirtschaft und lebt vorwiegend vom Getreideanbau während der Regenzeit und von der Viehzucht. Daneben gibt es Handwerker und Tagelöhner, welche in den Großstädten im Sudan arbeiten. Das durchschnittliche Jahreseinkommen liegt umgerechnet bei unter 500 Euro. Die Bevölkerung dieser Dörfer besteht zum größten Teil aus Analphabeten.

Zu Beginn konzentrierten sich unsere Maßnahmen auf das Dorf Hilat Al Bir, das ca. 10 km westlich der Stadt Sinnar liegt. Dort gibt es einen Partnerverein, mit dem wir unsere Projekte durchführen. Im Laufe der Zeit kamen immer mehr Gemeinden den Nachbardörfer auf uns zu mit der Bitte auch in ihren Dörfern zu helfen.

In den Dörfern fehlt es an Infrastruktur wie Schulen, Gesundheitsversorgung, Elektrizität oder Straßen.

In einer Mehrzahl der Dörfer gibt es weder Strom noch fließend Wasser, über Brunnen gibt es Zugang zu Trinkwasser. Die Dörfer sind in der Regenzeit von der Umwelt abgeschnitten und die Einwohner haben kaum eine Möglichkeit, zur nächst größeren Stadt Sinnar zu kommen. Hilat Al Bir ist das größte Dorf im Landkreis und hat es geschafft, 2003 eigeninitiativ das letzte Teilstück in das Dorf für einen Zugang zum Stromnetz zu finanzieren.

In vielen Dörfern versuchen die Gemeinden, in Eigeninitiative Schulen zu bauen, damit ihre Kinder eine Möglichkeit erhalten, die Basisschule zu besuchen. Oft reicht das Geld lediglich für einige Räume, so dass die Schulen nicht jährlich neue Schulkinder aufnehmen können. Da auch die Schulen der Nachbardörfer extrem überfüllt sind, gibt es keine regelmäßige Einschulung von Kindern in den Dörfern. Viele Schulen sind in einem sehr schlechten Zustand. Auch die Ausstattung der Schulen ist erbärmlich; es gibt viel zu wenig Schulbänke, Tische und Tafeln.

Viele Kinder gehen nur für eine kurze Zeit oder überhaupt nicht zur Schule. Die fehlenden Bildungsmöglichkeiten führen zu immer größerer Benachteiligung der Menschen in der Region und letzten Endes zur Landflucht.

Ein Klassenzimmer              

Wir freuen uns sehr über das, was wir in den letzten Jahren gemeinsam erreicht haben. Es ist unser Erfolg, dass es heute in einigen Dörfern der Region solide gebaute bzw. renovierte und vollständige Schulen gibt. Alle Kinder dieser Dörfer bekommen einen Platz in der Schule und alle Schulen sind verputzt, haben einen betonierten Boden, Fenster und Türen und sind mit genügend Bänken und Tischen ausgestattet.

Unterstützen auch Sie uns durch ihre Mitgliedschaft, eine Patenschaft für eine Schulklasse oder eine Spende für unsere Projekte!